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3 Karnevalshochburgen in Deutschland

3 Karnevalshochburgen in Deutschland

Ob Karneval, Fasching oder Fasnacht, am 11.11. um 11 Uhr 11 hat die fünfte Jahreszeit begonnen und erreicht ihren Höhepunkt in der Woche vor Aschermittwoch.

All die vielen lokalen Bezeichnungen für die Zeit der Narren beinhaltet überall dasselbe: Karnevalsumzüge, Masken, Spaß, sich verkleiden und in andere Rollen schlüpfen. Im Karneval sind alle gleich. Traditionell diente die Fasnacht schon immer dazu, „denen da oben“ die Meinung zu sagen, Kritik humorvoll zu verpacken und Politiker und die Gesellschaft auf die Schaufel zu nehmen. Auch Statista stellt allerlei interessante Fakten rund um die “tollen Tage” vor.
Wir hingegen stellen die Städte vor, in der der Fasching besonders „ernst“ genommen wird.

1.    Mainzer Fastnacht
Die Määnzer Fassenacht, wie sie unter den Mainzern heißt, begrüßt die Jahreszeit der Narren mit einem kräftigen Helau, dem Schlachtruf, der sich durch die gesamte Fastnacht zieht. Abgesehen von humorvollen und spitzzüngigen Sitzungen der verschiedenen Karnevalsvereine, fängt am 8. Januar das erste echte Highlight, die Altweiberfastnacht, an.
Nach der Eröffnung am Fastnachtsbrunnen amüsieren sich die Mainzer Narren bei Live-Musik bei der Straßenparty am Schillerplatz.  Später geht es zu den verschiedenen Karnevalszelten und in die Mainzer Kneipenszene, die voll unter dem Einfluss der Närrinnen und Narrhallesen seht.
Am Freitag haben Sie die Chance, die aus dem TV bekannte Kultshow „Mainz bleibt Mainz“ im Kurfürstlichen Schloss live zu erleben. Das Motto dieses Jahres lautet: „So wie der Mond die Nacht erhellt, strahlt Mainzer Fastnacht in die Welt“. Ganze vier Stunden lang wird geschunkelt, gesungen und gelacht. Danach geht es auf eine der zahlreichen After-Partys, denn eines ist bei der Mainzer Fastnacht Mangelware: Schlaf. Dazu ist die Fastenzeit ab Aschermittwoch da

2.    Kölner Karneval
Schon im ganz normalen Leben haben die Kölner den Ruf humorvoll, fröhlich, witzig und recht gesellig zu sein. Egal ob während des Karnevals oder einfach für ein verlängertes Wochenende, Köln hat einfach immer gute Laune. Während des Karnevals laufen diese Merkmale zum Höhepunkt auf. Obwohl der offizielle Beginn das oben erwähnte Schnapsdatum ist, beginnt die wahre Narretei erst nach Neujahr und erreicht mit dem Rosenmontagsumzug am 12. Februar seinen Höhepunkt.
Die Kölner Narren putschen sich mit „Kölle Alaaf! – Es lebe Köln!“ auf. Während der eigentlichen Karnevalswoche, von der Weiberfastnacht am 8. Februar bis zum Veilchendienstag am 13. ist Köln außer Rand und Band. Verkleidete Jecken gehören zum ganz normalen Stadtbild. Auf den Straßen, in Kneipen und Bars und natürlich auch auf den zahlreichen Karnevalssitzungen, in denen die Kölner politische und  sonstige Prominente von der Bütte aus so richtig durch den Kakao ziehen, herrscht buntestes Leben. Am 14., dem Aschermittwoch, wird das Leben wieder ernst, denn da beginnt traditionsgemäß die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern.
Über 12.000 Aktive zählt die Kölner Narrengemeinde und mehr als 1 Million Zuschauer kommen, um sich das anzusehen. Die Kölner Jecken und Karnevalisten nehmen sich gerne die wichtigsten Tage frei, um nichts von der wichtigsten Kölner Jahreszeit zu versäumen. Das Motto des Jahres 2018 lautet „Mer Kölsche danze us der Reih“. Sehr passend, denn in Köln war Individualismus schon immer groß geschrieben und getanzt wurde auch immer gerne.

3.    Düsseldorfer Karneval
Die dritte Stadt im Rheinland, die im Februar außer Rand und Band gerät, ist Düsseldorf. Auch hier schallen die „Düsseldorf Helau“-Rufe durch die Stadt. Besonders lustig geht es auf der Altweiberfastnacht am „Schmotzige Dunschtig“ vor dem Rosenmontag zu. Nach alter Tradition stürmen die „Möhnen“ um 11 Uhr 11 das Rathaus und übernehmen die Macht für einen Tag. Den Ratsherren (und jedem anderen Krawattenträger) werden als Zeichen der Machtübernahme, die Krawatten abgeschnitten. Die wertvollsten Beutestücke sind selbstverständlich die Krawatten von Prominenten aller Art, denn als Belohnung für die zerstörerische Tat gibt es ein Bützchen (Küsschen).
Der Rosenmontagsumzug wartet mit Superlativen, wie über 5 Kilometer Länge, 72 Gesellschaftswagen und 105 Bagagewagen auf. Das Motto von 2018 lautet „Jek erst recht“ und während des Umzugs werden tonnenweise Schokolade und Bonbons in die Menge geworfen. Um dies alles zu finanzieren, dürfen sich heuer zum ersten Mal Werbefirmen humorvoll in der Werbekarawane präsentieren.

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