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Die weltweit gruseligsten Gemälde der Kunstgeschichte

Die weltweit gruseligsten Gemälde der Kunstgeschichte

Diese sieben Kunstwerke sind nichts für schwache Nerven

Kunst kann bewegen, inspirieren, begeistern, beleben, beunruhigen und sogar erschrecken. Zu Ehren von Halloween am 31. Oktober hat sich Musement auf die Suche nach den gruseligsten Gemälden der Kunstgeschichte gemacht. Von Spinnen über Hexen bis hin zu Totenköpfen bietet diese Kunstsammlung alles, was zu Halloween gehört und echte Grusel-Fans auch von zu Hause aus begeistert.

1. Schädel mit brennender Zigarette, Vincent Van Gogh

Nicht eines seiner berühmtesten Werke, aber wahrscheinlich eines der schaurigsten Gemälde in seinem Repertoire. Dieser Schädel mit brennender Zigarette stammt aus dem Jahr 1886, als Van Gogh an der Antwerpener Kunstakademie studierte. Das Zeichnen von Skeletten war eine gängige Übung, sie zu malen war jedoch nicht so üblich. Mit dieser Arbeit zeigte Van Gogh, wie gut er die Anatomie beherrschte. Das Gemälde war wahrscheinlich als Witz gemeint, aber das Bild schlägt einen unheilvollen Ton an.
Wo: Van Gogh Museum, Amsterdam

2. Die lächelnde Spinne, Odilon Redon

Was wäre Halloween ohne gruselige Krabbeltiere? Während seiner „schwarzen Phase” erschuf der französische Grafiker und Maler Odilon Redon einige unheimliche Kohlezeichnungen und Lithografien, in denen er sich mit der menschlichen Psyche, Ängsten und Albträumen befasste. Unter seinen sogenannten Noirs (schwarzen Dingen) befindet sich auch die zehnbeinige Spinne (L’Araignée souriante), die den Betrachter mit ihren kleinen weißen Zähnen unheimlich angrinst.
Wo: Louvre, Paris

3. Die Hölle, Hans Memling

Diese höllische Darstellung von Hans Memling ist Teil eines größeren Altarbildes, das Kirchenbesucher im 15. Jahrhundert vor sündhaftem Verhalten abschrecken sollte. Die Szene zeigt eine teuflische Kreatur mit Bauchgesicht, die auf den verdammten Menschen herumtanzt, während diese im ewigen Höllenfeuer im Rachen eines monströsen Tieres brodeln. In seiner Hand hält der Dämon eine Schriftrolle mit der Aufschrift: „In der Hölle gibt es keine Erlösung“.
Wo: Musée des Beaux-Arts, Straßburg

4. Der Tod des Marat, Edvard Munch

Neben seinem weltberühmten Gemälde Der Schrei existiert ein weiteres düsteres Motiv des norwegischen Malers, das einen erschauern lässt. Der Tod des Marat zeigt die Folgen einer heftigen Auseinandersetzung zwischen dem Künstler selbst und seiner Geliebten Tulla Larsen. Während eines Streits zwischen den beiden löste sich ein Revolver und als Folge verlor Munch ein Fingerglied. Der Titel des Gemäldes bezieht sich auf die Ermordung des französischen Revolutionärs Jean Paul Marat, welcher 1793 in der Badewanne erstochen wurde.
Wo: Munch-Museum, Oslo

5. Hexensabbat , Francisco de Goya

Der Hexensabbat ist eines von 14 Pinturas negras (Schwarze Gemälde) die der Künstlers in seinem Landhaus Quinta del Sordo (Landhaus der Tauben) malte. In dieser Zeit war der gehörlose Goya sehr krank; dies mag die düsteren und erschreckenden Bilder erklären. Das Gemälde stellt eine nächtliche Versammlung von Hexen in Gegenwart des Teufels (der Ziege) dar. Interessant ist, dass bei der Übergabe des Gemäldes an das Museum ein Stück des Werkes (rechts) verloren ging.
Wo: Museo del Prado, Madrid

6. Haupt der Medusa, Caravaggio

Für dieses verstörende Gemälde bediente sich Michelangelo Merisi da Caravaggio des altgriechischen Mythos der Medusa, dem sagenumwobenen Ungeheuer mit Schlangenhaar. Wer der Gorgone direkt in die Augen schaute, verwandelte sich auf der Stelle zu Stein. Perseus, Sohn des Göttervaters Zeus und der Prinzessin Danaë, gelang es, Medusa zu überlisten und sie schließlich zu enthaupten. Caravaggio zeigt in dem Gemälde den frisch abgetrennten Kopf der Medusa, mit einem entsetzlichen Gesichtsausdruck und einem weit aufgerissenen Mund. Aus ihrem Hals strömt noch das Blut.
Wo: Uffizien, Florenz

7. Der Nachtmahr, Henry Fuseli

Dieses Bild sieht aus wie ein Alptraum, den man selbst an Halloween nicht haben möchte. Auf dem Gemälde sieht man eine junge Frau, die ausgestreckt auf einem Bett liegt, während ein Incubus auf ihrem Bauch sitzt und ein Pferd durch die Vorhänge lauert. Früher dachte man, dass ein Incubus Albträume verursacht und sich an schlafenden Frauen vergeht, ohne dass diese etwas davon merken. Interessant (oder beängstigend) zu wissen ist, dass der Maler in die dargestellte Frau verliebt war, sie aber seinen Liebes- und Heiratsantrag nicht beantwortet hatte.
Wo: Detroit Institute of Arts, Detroit

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