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10 kuriose Weihnachtstraditionen in Europa

10 kuriose Weihnachtstraditionen in Europa

Von einem Weihnachtsessen mit 12 Gerichten bis hin zu einer erschreckenden Katze und einem Schuh, der die Zukunft vorhersehen kann. Erfahre hier mehr über 10 verschiedene Weihnachtsbräuche in Europa, von denen du vielleicht noch nicht gehört hast.

Für die meisten Menschen dreht sich an Weihnachten alles um das Zusammensein mit der Familie, leckeres Essen, süße Naschereien und das Besorgen von Geschenken. Aber trotz all dieser Gemeinsamkeiten, gibt es viele verschiedene Weihnachtsbräuche in Europa. In Bulgarien zum Beispiel überlässt man die Reste des Weihnachtsessens den Geistern der Ahnen und in Island hat man Angst vor einer menschenfressenden Katze. Im Folgenden findest du 10 ganz unterschiedliche und interessante Weihnachtstraditionen in Europa.

1. Ein Weihnachtsessen mit 12 Gerichten – Polen

Die meisten von uns werden zu Weihnachten ein ausgiebiges Mahl genießen, aber in Polen zieht man wirklich alle Register. Dort besteht das Weihnachtsessen an Heiligabend aus nicht weniger als 12 fleischlosen Gerichten. Diese 12 typisch polnische Speisen beziehen sich auf die 12 Apostel von Jesus. Wusstest du übrigens, dass man in Polen oft einen zusätzlichen Teller für einen unerwarteten Gast auf den Tisch stellt?

2. Schwimmen am Weihnachtsmorgen – Großbritannien

Für diejenigen, die in der Nähe der Küste oder eines Sees wohnen, ist ein mutiger Sprung ins Wasser am Weihnachtsmorgen eine beliebte Tradition. Städte wie Brighton, Cornwall, Inverness und viele andere veranstalten jährlich ein Christmas Dip, bei dem die Teilnehmer sich mit festlichen Weihnachtsmützen verkleiden und gemeinsam ins Wasser laufen. Für diejenigen, die der Kälte nicht trotzen wollen, ist ein Morgen- oder Nachmittagsspaziergang mit der Familie eine beliebte Tradition, um die Weihnachtskalorien zu verbrennen.

3. Tió de Nadal – Katalonien (Spanien)

In Katalonien gibt es eine ganz besondere Weihnachtstradition. In den Wochen vor Weihnachten suchen die Familien im Wald nach einem Baumstamm, dem Tiò de Nadal oder Cagatió und füttern ihn zu Hause mit Obst und Keksen. Am Weihnachtstag schlagen die Kinder ihn mit Stöcken, während sie ihm etwas vorsingen, damit er die Geschenke „auskackt“. Je mehr Futter er bekommt, desto mehr Geschenke gibt es!

4. La Befana – Italien

Obwohl der Weihnachtsmann immer öfter den Weg nach Italien findet, ist La Befana hierzulande immer noch beliebter. La Befana ist eine kleine, alte Frau, die in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar auf ihrem Besenstiel durch Italien fliegt und Süßigkeiten und Geschenke für die Kinder hinterlässt. War man unartig, dann bekommt man nur Kohle von ihr. Alles spricht dafür, dass der Name „Befana“ von „Epiphanie“, dem Kirchenfest der Heiligen Drei Könige, kommt. Man sagt in Italien, die Frau hätte den drei Königen auf ihrer Reise nach Bethlehem zu trinken, zu essen und einen Platz zum Ausruhen gegeben.

5. Verstecke Besen – Norwegen

In Norwegen glaubt man, dass an Heiligabend böse Geister und Hexen um die Häuser ziehen. Deshalb versteckt man am 24. Dezember nach dem Putzen alle Besen für das Weihnachtsessen, denn jeder weiß, dass sich Hexen am liebsten auf einem Besen fortbewegen.

6. Sauna – Finnland

In Finnland ist es Tradition, an Heiligabend mit der ganzen Familie Zeit in der Sauna zu verbringen. Dieser Brauch kommt daher, dass die Finnen glauben, dass die Geister ihrer Vorfahren in den Saunen ihrer Häuser leben. Deshalb ehren Familien ihre verstorbenen Familienmitglieder jeden Heiligabend, indem sie gemeinsam eine Weile still in der Sauna sitzen.

7. Weihnachtskatze – Island

In Island wird Weihnachten nicht vom Weihnachtsmann dominiert, sondern die Kinder werden von nicht weniger als 13 Weihnachtsgesellen besucht. Diese sind die Söhne von Grýla, einer riesigen Frau, die seit Jahrhunderten mit ihren Kindern und einer großen Katze in den isländischen Bergen lebt. Nach isländischer Folklore ist es die Regel, dass jeder am Heiligabend mindestens ein neues Kleidungsstück tragen muss. Wer das nicht tut, riskiert einen Besuch der Weihnachtskatze, die jeden frisst, der sich nicht an diese Regel hält. Solltest du also jemals Weihnachten in Reykjavik feiern, sei vorsichtig!

8. Sinterklaas – Niederlande

Für die Holländer beginnt die Weihnachtszeit, sobald der Nikolaus sie besucht hat. Dieser wohlwollende Mann, der den Rest des Jahres in Madrid lebt, kommt Ende November mit seinem Gefolge in die Niederlande. Hier wird er bis zu seinem Geburtstag am 6. Dezember mehrmals Kinder besuchen, die ihre Schuhe hinstellen. An den Tagen vor Pakjesavond, dem eigentlichen Fest, geht es normalerweise um Süßigkeiten, aber am Abend des 5. Dezembers oder am Morgen des 6. Dezembers bekommen die lieben Kinder etwas größere Geschenke!

9. Vorhersagende Schuhe – Tschechische Republik

Bist du diese Weihnachten Single? Dann könnte dir diese Weihnachtstradition gefallen. In der Tschechischen Republik ist es üblich, dass alleinstehende Frauen an Heiligabend ihr Glück versuchen. Sie wenden sich dann der Eingangstür zu und werfen einen Schuh rückwärts über die Schulter. Zeigt der Schuh auf die Eingangstür, dann wird das nächste Jahr ein gutes Jahr für die Liebe sein! Zeigt der Schuh in eine andere Richtung, dann muss man sich noch eine Weile gedulden.

10. Weihnachtsgeister – Bulgarien

Die letzte besondere Weihnachtstradition ist in Bulgarien (und einigen osteuropäischen Ländern) zu finden. Hier lässt man nach dem ausgiebigen Weihnachtsessen an Heiligabend die Reste auf dem Tisch stehen. Man tut dies für die Geister der Vorfahren, damit diese in der Nacht ein schönes Weihnachtsmahl genießen können.

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