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10 der bekanntesten deutschen Künstler

10 der bekanntesten deutschen Künstler

Von Albrecht Dürer als Vertreter der frühen Renaissance bis hin zum zeitgenössischen Künstler Gerhard Richter, diese deutschen Maler und Malerinnen haben die Kunstgeschichte maßgeblich geprägt.

1. Albrecht Dürer, 1471 – 1528

Viele betrachten Albrecht Dürer als den berühmtesten Maler Deutschlands. Der Künstler aus Nürnberg war der wichtigste Vertreter der nördlichen Renaissance und vielseitig talentiert. Neben dem Erschaffen von Gemälden, Zeichnungen, Kupferstichen und Holzschnitten widmete sich Dürer auch der Mathematik und der Kunsttheorie. Bekannte Werke von ihm sind unter anderem die Betenden Hände, sein Selbstbildnis im Pelzrock, Ritter, Tod und Teufel und Rhinocerus.

2. Caspar David Friedrich, 1774 – 1840

Caspar David Friedrich war ein bedeutender Maler der Frühromantik und neben Dürer eine der Hauptfiguren der deutschen Kunst vor dem 20. Jahrhundert. Seine Landschaftsbilder spiegeln das melancholische Wesen des Künstlers wider und zeigen meist Nachthimmel, Morgennebel, karge Bäume und gotische Ruinen. Typisch für seine Werke ist auch die Darstellung von Menschen, die in der weiten Landschaft klein und unbedeutend wirken. Zu Caspars bekanntesten Gemälden zählt Der Wanderer über dem Nebelmeer aus dem Jahr 1818.

3. Carl Spitzweg, 1808 – 1885

Dieser Künstler aus München begann seine Karriere als Apotheker, bevor er sich schließlich vollständig der Malerei widmete. Carl Spitzweg besuchte nie eine Kunstakademie und war Autodidakt. In seinen Gemälden stellte er Menschen des bürgerlichen Milieus, Landschaften und Alltagsszenen dar, welche teilweise witzig oder ironisch sind. So zeigt sein Bild Jagdunglück einen Sonntagsjäger aus der Stadt, der über eine Baumwurzel stolpert und einen Hang hinunterrutscht. Ein weiteres Werk, indem Spitzweg Ironie und Idylle vereint ist sein Gemälde Der Schmetterlingsfänger.

4. Paula Modersohn-Becker, 1876 – 1907

Bis in die 70er Jahre war die Welt der Kunst hauptsächlich von Männern dominiert und Frauen genossen oft nicht dasselbe Ansehen wie ihre männlichen Kollegen. Dennoch schafften es einige Frauen sich durchzusetzen und sich trotz allem Gegenwind einen Namen in der deutschen Kunstgeschichte zu machen. Paula Modersohn-Becker wurde in Dresden geboren und gilt als eine der bedeutendsten Vertreter des frühen Expressionismus. Da sie bereits mit 31 Jahren an den Folgen der Geburt ihres ersten Kindes starb, begrenzte sich ihr künstlerisches Schaffen auf nur 14 Jahre. In dieser Zeit schuf sie über 750 Gemälde und 1000 Zeichnungen. Ihre Werke umfassen viele Selbstportraits und Portraits, Kinderbildnisse, Darstellungen von der bäuerlichen Lebenswelt, Landschaften und Stillleben.

5. Paul Klee, 1879 – 1940

Paul Klee wurde die Kreativität bereits in die Wege gelegt, denn beide Elternteile waren Musiker. Es ist schwer den sehr individuellen Stil dieses Malers und Grafikers einer Kunstrichtung zuzuordnen. Am meisten wurde er vom Expressionismus, Kubismus und Surrealismus beeinflusst. Eine Reise nach Tunesien im Jahr 1914 war ein wichtiger Wendepunkt im Leben von Klee und schließlich der Auslöser für seinen Durchbruch als Maler. Die starken Farben und das intensive Licht faszinierten ihn so sehr, sodass er sich von seinen üblichen farblosen Zeichnungen abwandte und Gemälde mit vielen Formen und Farben erschuf. Insgesamt malte Klee während seiner Laufbahn über 9000 Zeichnungen und Bilder. Eines seiner bekanntesten Bilder ist Ad Parnassum aus dem Jahr 1932.

6. Franz Marc, 1880 – 1916

Dieser Künstler gilt als eine der Hauptfiguren des deutschen Expressionismus. Im Jahr 1911 gründete er zusammen mit Wassily Kandinsky die Künstlergruppe Der Blaue Reiter, der sich später auch August Macke und Paul Klee anschlossen. Ein zentrales Motiv in den Bildern von Franz Marc sind Tiere in einfachen klaren Formen und leuchtenden Farben. Mit diesen Motiven wollte er die Utopie einer paradiesischen Welt darstellen, denn für Marc symbolisierten die Tiere Reinheit und den Einklang mit der Natur. Am liebsten malte der Künstler Pferde in verschiedenen Formen. Die Nationalsozialisten beschlagnahmten seine Werke während des Zweiten Weltkrieges, doch ein Großteil überlebte und ist heute in verschiedenen Galerien und Museen ausgestellt.

7. Otto Dix, 1891 – 1969

Otto Dix gehört zu den wichtigsten Vertretern der Neuen Sachlichkeit und ist für seine sozialkritischen und harten realistischen Darstellungen der deutschen Gesellschaft und Brutalität des Krieges bekannt. Dix wurde in den Ersten Weltkrieg einbezogen und von den Bildern und Ereignissen des Krieges zutiefst betroffen. Seine traumatischen Erlebnisse während dieser Zeit schilderte er in einigen Gemälden. Während des NS-Regimes wurden seine Werke als „entartete Kunst“ betitelt und aus deutschen Museen beschlagnahmt. Daraufhin musste er versprechen, nur noch Landschaftsbilder zu malen. Zwei seiner bekanntesten Werke sind Der Krieg (1929 – 1932) und Bildnis der Journalistin Sylvia von Harden (1926).

8. Max Ernst, 1891 – 1976

Max Ernst hatte zwar keine künstlerische Ausbildung, aber dafür große Experimentierfreude. Er arbeitete mit unterschiedlichen Techniken wie Film, Malerei und Collagen und gilt als Erfinder der Frottage-Technik. Der Künstler war ein wichtiger Pionier der Dada Bewegung und des Surrealismus und seine traumhafte Bildsprache ist ein wichtiges Merkmal seiner Werke. Ein anschauliches Beispiel davon ist sein Gemälde Celebes, das sich in der Tate Modern in London befindet.

9. Max Ernst, 1891 – 1976

Einer der bekanntesten deutschen Künstler der zeitgenössischen Kunst ist Gerhard Richter. Seine Arbeit ist vielschichtig und umfasst abstrakte Malereien, übermalte Fotografien, Objekte und Glasarbeiten. Seine Werke erzielten bei Aktionen Rekordpreise und daher gilt er als teuerster, lebender Künstler. 2014 entstand eines seiner bekanntesten Gemälde, der Bilderzyklus Birkenau. Außerdem kann man im Kölner Dom eines seiner Werke bestaunen. Hier entwarf er für die Südquerhausfassade der Kathedrale ein 113 großes Fenster mit über 11.000 Quadraten aus Echt-Antik-Glas in 72 Farben.

10. Anselm Kiefer, 1945

Auch Anselm Kiefer gehört zu den berühmtesten und erfolgreichsten deutschen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Maler und Bildhauer ist für seine großformatigen und konfrontativen Werke bekannt, in denen er sich mit der dunklen Vergangenheit Deutschlands während des Zweiten Weltkrieges sowie anderen kontroversen Themen und Tabus befasst. Die Verwendung von Blei wurde sein Markenzeichen, neben weiteren unkonventionellen Materialien wie Stroh, Asche, Ton und Schellack. Einige seiner Werke befinden sich unter anderem im Art Institute of Chicago, im MoMA und in der Tate Gallery London.

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