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Die besten Parks in London

Die besten Parks in London

50 Shades Of Gray? Von wegen! Eher 50 Grünschattierungen. Wir verraten Ihnen, wo Sie ein Fleckchen Natur in London finden.

London ist die Quintessenz einer urbanen Metropole: Beton, geteerte Straßen und Wolkenkratzer aus Glas. Die Grautöne der Stadt mit all ihren Gebäuden, Straßen, Brücken und Parkhäusern sind höchst wahrscheinlich sogar mehr als 50.
Aber dann gibt es noch das andere London.
Die britische Hauptstadt überholt viele andere Städte, wenn es um Grünflächen geht. Ganze 47% des Großraums London sind grün. Zwar machen Privatgärten den Großteil dieses Prozentsatzes aus, aber es gibt auch sehr viele Parks, Wälder, Naturreservate, botanische Gärten und vereinzelt sogar Bauernhöfe.
London hat mehr Grünflächen, als jede andere europäische Hauptstadt. Wenn das mal keine gute Nachricht ist! Immerhin ist es wissenschaftlich bewiesen, dass sich Natur positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. Egal ob Bäume, Hügel oder tropische Pflanzen, jeder findet hier ein Stück Natur, das ihm guttut.

1. Die Royal Parks
Die acht Royal Parks sind zweifelsohne die bekanntesten und schönsten Fleckchen Natur in London: Hyde Park, Kensington Gardens, Richmond Park, Bushy Park, Green Park, St James’s Park, Regents Park und Greenwich Park. Die Parks verteilen sich auf ganz London und sind der ideale Ort zum Spazieren und Entspannen. Wenn man Glück hat, kann man sogar wilde Rehe beobachten, die sich in den Parks tummeln. Wenn nicht, bleibt immer noch genug zu tun: schwimmen, Boot fahren, Open-Air Konzerte, Theateraufführungen und Kinovorstellungen, reiten, Statuen und Brunnen bewundern oder einfach nur picknicken. Sogar im Winter zieht es die Leute in die Parks; meistens sind es Sportler. Egal ob Anfänger oder erfahrene Triathleten, die für den nächsten Ironman trainieren, hier gibt es einen Platz oder besser eine Streckenlänge für jeden – plus vierbeinigen Begleitern!

2. Kew Gardens
Die Royal Botanical Gardens in Kew, Londons Naturmekka, liegen am Ende der U-Bahn-Linie District Line. Hier gibt es jede Menge Wildtiere zu bestaunen. Wenn ich schlecht drauf bin, statte ich einfach den Kew Gardens einen Besuch ab. Das wirkt therapeutisch. Mein persönliches Highlight ist das Palmenhaus, ein feuchtes Gewächshaus mit so vielen exotischen Pflanzen, dass man das Gefühl hat, gerade in einem Dschungel in Sumatra zu sein, ganz weit weg von London.
Die Hauptattraktion der Gärten ist ein Baumwipfelpfad – eine Plattform aus Holz, von der aus man die Gärten aus der Vogelperspektive bewundern kann.
Die Gärten beherbergen eine ganze Reihe von Pflanzen und Bäume sowie einen fünf Meter hohen Bienenstock, anhand dessen man den Besuchern die Wichtigkeit der Bienen für das Ökosystem erklärt.

 

3. Epping Forest

Diese riesige Fläche an der London/Essex-Grenze erweckt den Eindruck, man sei zig Kilometer von Londons städtischem Chaos entfernt. Tatsächlich ist aber der Wald sehr schnell und leicht mit der U-Bahn-Linie Central Line zu erreichen. Die Gegend steckt voller Geschichte, Kultur und Abenteuer: Es erwarten Sie Anlagen aus der Eisenzeit, Schießpulvermühlen und Wildwasserkanufahrten.

Für mich macht die Ruhe des 2400 Hektar Waldes das Besondere am Epping Forest aus. Er ist der perfekte Ort für eine lange Wanderung. Der Wald ist weder menschenleer, noch überfüllt. Ab und an trifft man ein paar Hundebesitzer, Mountainbiker und Familien, ansonsten hat man aber seine Ruhe. Es ist der einzige Ort in London, an dem ich gerne campe. (Eigentlich ist zelten nicht erlaubt, aber so lange man sich nicht allzu auffällig verhält, wird es geduldet. Man muss einfach hinter sich aufräumen und auch mal das Lager abbauen, wenn man darum gebeten wird.)

4. Überall in der Stadt

Es muss nicht immer der größte und bekannteste Park Londons sein. Dachgärten, kleinere Parks und Urban Gardening findet man überall in der Stadt. Erwähnenswert sind noch das Camley Street Naturreservat mitten in King’s Cross, Postman’s Park, ein kleiner öffentlicher Garten mit Gedenksteinen für diverse Heroen, und das London Wetland Centre, wo man Vögel beobachten kann.

 

Ja, London ist eine große Stadt mit viel Grau in Grau, aber man muss sich nur ein bisschen umschauen, und schon findet man das grüne Alter Ego der Stadt.

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